Kuhstraßenprojekt „Ghana“

Ghana Projekt

Bereits seit fast fünf Jahren läuft nun die Kooperation zwischen der Grundschule Kuhstraße und SWIS (= Swedru International School) in Ghana.

Wir freuen uns sehr darüber, dass dieser Kontakt durch Christine Schremmer, eine ehemalige Kuhstraßenschülerin, die schon ein Jahr im Rahmen eines entwicklungspolitischen Freiwilligenprojektes in Ghana war, entstehen konnte und gepflegt wird. Inzwischen heißt Christine mit Nachnamen Kum, denn sie hat ihr großes Glück in Ghana gefunden und dort einen Arzt geheiratet, der nun mit ihr hier in Deutschland lebt.

Von Januar – April 2019 ging die Kooperation zwischen zwei Schulen in Ghana und der Kuhstraße in die nächste Runde.

Die Ziele dieser Projekte sind der Kulturaustausch, das Kennenlernen von neuen Kulturen und Schulformen, der Austausch der Schülerinnen und Schüler in Form eines Kunstprojektes und die Unterstützung der Schule durch Anfertigung von Schulbänken und den Erwerb von Schulmaterialien.

I. Kunstaustausch zwischen Grundschülern der 4. Klassen der Kuhstraße in Velbert und der Swedru International School in Agona Swedru in Ghana

Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Kuhstraße bekamen im Kunstunterricht die Gelegenheit sich, ihre Familie, Haustiere und das Haus in dem sie wohnen, zu malen. Diese gemalten Werke nahm Christine dann mit nach Ghana in die Swedru International School in Agona Swedru, in der es auch in den letzten Jahren schon Kontakt mit der Kuhstraße gab.

Vor Ort in Swedru war die Freude groß, als die Bilder ankamen. Die Bilder wurden in der Schulbibliothek aufgehängt. Im Austausch dazu sollten die ghanaischen Kinder der 4. Klasse ebenfalls sich, ihre Familie, das Haus in dem sie wohnen und evtl. Haustiere malen. Dabei gab es mehrere Probleme:

  • Durch den dort herrschenden Frontalunterricht weisen viele Kinder Förderbedarf auf, es gibt keine Sozialpädagogen, die Kinder unterstützen, die nicht mitkommen.
  • Die Muttersprache vieler Kinder ist Twi oder Fante (ein Dialekt von Twi) und das wird zuhause ausschließlich gesprochen auch wenn die Amtssprache und auch Umgangssprache in der Schule Englisch ist. Deswegen verstehen viele Kinder nur sehr wenig oder schlecht Englisch = Aufgabenstellungen werden oft nicht verstanden und nur stumpf abgeschrieben oder nachgesprochen.
  • Den Lehrern fehlt (vor allem in Privatschulen wie der SWIS) die pädagogische Ausbildung und der Unterricht wird oft von ungelernten Kräften durchgeführt.
  • Die Klassenräume sind zu klein, die Anzahl der Kinder in den Klassen sehr hoch (30 – 50 Kinder pro Klasse), es gibt zu wenige Sitzbänke, es gibt fast keine Materialien – vor allem für den Kunstunterricht fehlt oft das Geld. Daher hat Christine viele Stifte mitgebracht.
  • Der Lehrer schreibt die Aufgabenstellung auf Englisch an die Tafel und malt daneben ein Haus mit einer Mutter, einem Vater und einem Kind (Mum, Dad, Me) – als Reaktion (wie es ja im Frontalunterricht gelernt wurde) malten alle Kinder genau das gleiche Haus mit einer Mutter, einem Vater und einem Kind ab, weswegen die Bilder sich sehr ähneln (zu sehen im Schaukasten im Eingangsbereich unserer Schule).
  • Die Klassenräume haben keine Wände, daher herrscht ein hoher Lärmpegel von den Nachbarsklassen, so dass Stillarbeit schwierig ist.
II. Anfertigung von Schulbänken für die Grundschule John Wesley in Asafo, Agona East

Schon vor ihrer Ankunft hatte Christine viel vom Spendengeld nach Ghana gesendet, damit der Schreiner bereits anfangen konnte die Tische anzufertigen. Das Material war zwar gekauft, aber noch nicht „am richtigen Ort“.

Es gab einige (meist infrastrukturelle) Probleme:

  • Der Schreiner fertigt die Möbel meist bei sich zuhause an (reine Handarbeit). Er besitzt weder einen Akkuschrauber, noch eine elektrische Säge, geschweige denn eine Schleifmaschine, daher arbeitet er sehr langsam.
  • Zum Sägen der Rundung in den Brettern musste der Schreiner die gesamten Bretter einen Weg von ca. 2 Kilometern oder mehr (40 Minuten Fußweg) zu einer Großschreinerei tragen, da er kein Fahrzeug zur Verfügung hat. Insgesamt musste drei Mal hin und her laufen. Die fertig gesägten Bretter hat er dann mit einer Schubkarre mit einem platten Reifen wieder zurück zu seinem Haus gebracht, wo er die neuen Schulbänke zusammenbauen konnte.
  • Nägel wurden mit dem Hammer (schief) reingehauen, Bretter wurden mit einer Handsäge gesägt, geschliffen wurde mit einfachem Schmirgelpapier – das alles von einer einzigen Person.

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Als die Sachen abgeholt werden sollten, waren sie leider noch nicht fertig, so dass Christine mit ihrem Mann und dessen Brüdern noch bei der Fertigstellung mitgeholfen hat und dann einen LKW gemietet und alle Tische zur Schule gefahren hat. Da die Straßen in Ghana manchmal sehr tiefe Löcher haben, war die Fahrt sehr wackelig und an einer Stelle sind fünf Tische von der LKW-Ladefläche gestürzt, dabei sind drei zerbrochen.

Am Tag der Übergabe der Tische waren alle sehr aufgeregt und das halbe Dorf war anwesend und es haben SEHR viele Leute Videos und Fotos gemacht. Die Kinder der 4. Klasse haben sogar einen deutschen Satz einstudiert.

III. Ausstattung und Inbetriebnahme des Computerraums der John Wesley Grundschule

Bei der Begehung verschiedener Schulen für die Projektauswahl hat die John Wesley Schule mit Abstand am schlechtesten abgeschnitten. Die Schule ist ca. 30 Minuten Fahrzeit von der nächstgrößeren Stadt Agona Swedru entfernt. Die meisten Kinder kommen zu dieser Schule, weil es sehr günstig ist dort zur Schule zu gehen. Man hat aber leider auch deutlich gesehen warum. Es gab fast keine Möbel in den Klassenräumen, im Kindergarten haben die Kindergartenkinder auf dem Boden gelegen, um ihren Mittagsschlaf zu machen. Es gab es keinerlei Spielzeug, die Kindergärtnerinnen haben vor Freude geweint, als sie („nur“) Stifte geschenkt bekamen.

Alle Kindergärtnerinnen, Lehrerinnen und Lehrer arbeiten unter sehr misslichen Umständen und mit wenig Mitteln. Der Schulleiter ist sehr engagiert und dankbar. Er hat die Schule in dem Dorf selber gebaut, weil die Kinder dort sonst gar keine Möglichkeit für Schulunterricht hätten. Er ist selber Rentner und zahlt sich keinen Lohn aus. Seine Frau kocht für die Schule ihr eigenes Gemüse aus ihrem Garten. Alles Schulgeld der Kinder fließt in den Lohn der Lehrer und Lehrerinnen, danach bleibt nichts übrig für Schulmaterial. Es gab weder Wände, noch Fenster, die Klassenräume sahen aus wie zusammengebastelte Schuppen, der einzige Raum, den die Lehrer zur Lagerung von Schulbüchern haben, ist das Büro des Schulleiters. Dort gibt es aber leider keine Regale, daher liegen die Schulbücher und Hefte auf dem Boden im Dreck. Geld für Kreide oder vernünftige Tafeln hat die Schule ebenfalls nicht, die Schüler müssen selbst Geld abgeben, damit die Lehrer davon Kreide kaufen.

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Christine Kum hat mit unseren Spenden-Geldern dieser Schule die Schulbänke gegeben. Außerdem gibt es zwar einen Raum für Computerunterricht aber keinen einzigen Computer.

Daher hat die Schule noch

  • Computer, Desktop, Tastatur, Maus, Verlängerungskabel
  • 2 Bälle für den Sportunterricht
  • Einen Satz Trikots, damit die Schule an Schulwettkämpfen gegen andere Schulen antreten kann
  • Stifte und buntes Papier für den Kindergarten
  • 2 Matratzen für die Kindergartenkinder

erhalten.

Weiterhin herrscht dort großer Bedarf an vielen Dingen. Die Umstände sind mit den Spenden der Grundschule Kuhstraße zwar verbessert, aber die strukturellen Probleme sind dadurch nicht behoben.
In Zukunft muss das Schuldach repariert werden, die Klassenräume brauchen Wände, die Schüler brauchen Unterrichtsmaterial und vor allem braucht der Kindergarten Spielzeug und noch mehr Matratzen für die Kindergartenkinder.

Wir freuen uns weiterhin über Spendengelder, damit Christine Kum bei ihrer nächsten Ghana-Reise erneut vor Ort diese Schule und die Kinder unterstützen kann.
VIELEN DANK!

Für weitere Informationen:
http://christineghana.wordpress.com


Hier die Links zu Aktivitäten und Informationen rund um das Projekt:

GGS Kuhstraße unterstützt Schule in Ghana auch im Schuljahr 2014 / 2015
Kuhstraßenkinder engagieren sich vor Ort und in Afrika
Grundschule Kuhstraße hilft Kindern in Not – Sammelaktionen in der Vorweihnachtszeit

 

Unterbrechung doppelter Satzbeginn.

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Ghana Projekt

Daher bin ich Blindtext. Und zwar von Geburt an. Obwohl es lange gedauert hat, bis ich das begriffen habe. Und was es bedeutet, ein blinder Text zu sein. Daher hat man keinen Sinn. Somit wirke ich hier und da aus dem Zusammenhang gerissen. Entsprechend wird man gar nicht erst gelesen. Aber bin abschließend ich deshalb ein schlechter Text? Und ich weiß, dass ich nie eine Chance haben werde. Zum Beispiel im Stern zu erscheinen. Aber bin ich darum weniger wichtig? Und ich bin blind! Aber ich bin gerne Text. Daher sollten Sie mich jetzt tatsächlich zu Ende lesen. Dann habe ich etwas geschafft, was den meisten normalen Texten nicht gelingt.

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Denn es ist wirklich ein hartes Los, Blindtext zu sein. Üblicherweise fülle ich lediglich einen Raum. Und zwar mit Buchstaben. Aber eigentlich fühle ich mich zu Höherem berufen. Somit will ich ein besonderer Blindtext sein. Und ich will Ihnen im Gedächtnis bleiben. Daher sollen Sie Ihren Enkeln von mir erzählen. Somit dem Blindtext, den Sie seinerzeit lasen und der Sie fesselte. Und zwar mehr als zum Beispiel viele Bücher. Im Gegensatz dazu alle, die Sie sich bis dahin gekauft hatten. Soviel nur um dann festzustellen, dass Sinntext für Sie auch nicht mehr Sinn ergab. Als ein Blindtext, wie ich es bin. Und zwar welch eine Enttäuschung!

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Somit ist es doch sicherlich viel besser. Und zwar von vornherein darauf vorbereitet zu sein. Nämlich dass der Text, dem man gleich seine Aufmerksamkeit schenken wird. Indes absolut keinen Sinn ergibt. Weil er gar nicht dazu vorgesehen ist, einen Inhalt zu transportieren. Daher Blindtexte sollen nun mal Text nur darstellen. Aber bin ich aufgrund deshalb weniger wert? Somit sagen Sie ehrlich Ihre Meinung. Beziehungsweise finden Sie, dass ich keine Daseinsberechtigung habe? Und zwar nur weil ich aufgrund keinen Sinn ergebe? Somit ist es doch immerhin gelungen, Sie bis hierher zu fesseln. Daher lesen Sie ja immer noch. Daher bin ich stolz! Weil es geglückt ist, was viele Texte vor mir nicht vermochten. Und zwar echtes Interesse des Lesers. Daher danke ich Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit!

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