Schulhund Mia

Schulhündin „Mia“ an der Kuhstraße

Karen Werding
Seit dem Schuljahr 2016/2017 unterstützt die Hündin Mia die Schülerinnen und Schüler beim Lernen. Dabei wird sie von Frau Werding begleitet. Mia ist eine Golden Retriever Hündin. Sie besucht regelmäßig die Hundeschule für das Training im Grundgehorsam und nimmt zusammen mit Frau Werding an der Ausbildung zur Schulhündin in Mettmann teil.

Unsere Schulhündin unterstützt unsere Schülerinnen und Schüler darin…

  • sich als kompetent und mutig zu erleben
  • Verantwortung zu übernehmen
  • motiviert am Unterricht teilzunehmen
  • sich auszutauschen und deutlich zu sprechen
  • ihr eigenes Verhalten wahrzunehmen
  • sich rücksichtsvoll zu verhalten

…und natürlich: viele schöne Erlebnisse zu haben!

Die Schulkonferenz hat im Mai 2016 beschlossen, mit Mia die tiergestützte Pädagogik an der Schule einzuführen. Die Schülerinnen und Schüler, Eltern und das Kollegium freuen sich über die Unterstützung durch unsere Schulhündin Mia.


Warum ein Schulhund? Wirkungsweise tiergestützter Pädagogik

Emotionale Intelligenz:
Lernen mit Tieren fördert die emotionale und soziale Intelligenz der SchülerInnen. In einer angenehmen Lernumgebung lernt es sich besser und einfacher. Die Anwesenheit eines Tieres gestaltet die Lernumgebung positiv, es entsteht eine lockere, freundliche Atmosphäre. Körperliche und verbale Aggressionen gehen deutlich zurück. Es finden Lernprozesse statt, die sich durch klassische Lerntheorien nur begrenzt erklären lassen.

Motivation und Kommunikation:
Viele Kinder haben zu Hause keine Tiere und erleben die Schulzeit mit Schulhund wie einen Zeitraum mit „eigenem Tier“. Darüber hinaus ergeben sich viele neue Kommunikationssituationen unter den Kindern sowie auch zwischen Kindern und Lehrern. Besonders schüchterne oder ruhige SchülerInnen finden schnell einen Zugang zum Schulhund, da der Hund instinktiv auf die (Körper-)Sprache der Kinder reagiert: beim Einsatz klarer Gesten und ruhigem Sprechen lässt der Hund sich gerne streicheln, bei lautstarken Auseinandersetzungen unter Kindern oder hohem Geräuschpegel zieht er sich zurück.

Selbstwahrnehmung und Selbstbewusstsein:
Ein Hund spiegelt seinem Gegenüber sehr schnell das eigene Verhalten wider. Möchte ich dem Hund einen Befehl geben, muss ich mich auf das Tier einlassen und mich konzentrieren. Ich muss seine Reaktion beobachten, mich selbst korrigieren und ihn belohnen. Den SchülerInnen bereiten solche Übungen Freude, sie schulen Gestik und Mimik, Beobachtungsfähigkeit sowie Konzentration, Einfühlungsvermögen und das Sprechen. Das Selbstbewusstsein steigt bei den SchülerInnen, wenn ein Hund einen Befehl von ihnen ausführt oder sie kleine Tätigkeiten für und mit ihm erfolgreich ausüben. Dem Hund sind Aussehen, Schulnoten, Akzeptanz in der Lerngruppe gleichgültig, daher hat er keine Erwartungshaltung an die SchülerInnen. Und es entsteht dadurch kein Stress. Es ist erwiesen, dass durch die Berührung eines warmen Fells, Trauer, Aggressionen und Stress abgebaut werden und ein Entspannungszustand eintritt.

Ethisches Verhalten und Rücksichtnahme:
Kinder lernen durch die Anwesenheit eines Hundes, dass jedes Lebewesen ein Recht darauf hat, freundlich behandelt zu werden. Der Umgang mit einem lebendigen Tier fördert die Rücksichtnahme und macht den Kindern bewusst, dass diese Wesen respektiert werden.

Umgang mit Hunden:
Der Umgang mit einem freundlichen Hund führt dazu, dass sich Kindern den richtigen Umgang mit diesen Tieren aneignen und sie auch in ihrer Freizeit auf das erlernte Wissen zurückgreifen können.

Selbstverständlich haben wir für unseren Schulhund Mia auch einen Hygieneplan mit weiteren Hinweisen. Darüber hinaus ist mit der Einführung von Mia auch ein Elternbrief mit allen Informationen versendet worden. Beides können Sie sich hier im PDF-Format herunter laden.

Herzliche Grüße,
Karen Werding


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